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Mein Setup

In der Blogreihe Mein Setup (engde) stellen verschiedene Leute ihre ganz persönliche Arbeitsumgebung aus Hardware und Software vor. In diesem Sinne stelle ich hier mein eigenes Setup vor, das als Inspiration dienen kann. Besonders für neue Leser des Überallbüros gibt mein Setup einen schnellen Überblick, über die Geräte und Programme, die ich für die Umsetzung meines Überallbüros einsetze.

Grundsätzlich wähle ich meine Hard- und Software so aus, dass ich möglichst unabhängig von einem bestimmten, festen Ort arbeiten kann. Die Programme sollen mich in meiner Arbeit unterstützen, ohne mir zusätzliche Arbeit zu machen. Deswegen sollen sie möglichst selbstständig und ohne mein Zutun arbeiten.

Welche Hardware ich nutze?

Ich nutze zwei Computer von Apple als Arbeitsrechner. Zuhause in meinem Heimbüro steht ein 23″ iMac. Der große Vorteil des iMac ist seine integrierte Bauweise, denn das gesamte Innenleben wird hinter dem Display verbaut. Auf diese Weise benötigt der Rechner nur den Platz auf dem Tisch — kein Kabel vom Monitor zum PC und maximale Beinfreiheit unter dem Tisch.

Im Büro und unterwegs nutze ich ein 13″ Mac Book Pro mit SSD-Festplatte. Das Notebook hat genügend Rechenleistung, so dass ich keinen Extrarechner im Büro brauche. Ich schließe es nur an ein 27″ Display von Dell an. Die  SSD-Festplatte verbraucht weniger Strom als herkömmliche Festplatten und ist darüber hinaus im Zugriff sehr viel schneller.

An beide Rechner ist jeweils eine Apple Wireless Tastatur und Maus angeschlossen. Die Tastatur besitzt das gleiche Tasten-Layout wie des Notebooks. So schreibe ich im Büro und unterwegs immer auf der gleichen Tastatur und meine Finger müssen sich nicht umgewöhnen.

Obwohl ein Großteil meiner Daten in der Cloud gespeichert ist,  sichere ich sie dennoch einmal wöchentlich auf der externen Festplatte UltraMax Plus von Iomega. Auf diese Weise kann ich bei einem Totalausfall eines Rechners sehr schnell auf dringend benötigte Dateien zugreifen.

Die meisten Dokumente bearbeite ich digital. Dennoch ist Papier weiterhin ein wichtiges Medium für mich — seien es Papierdokumente oder nur handschriftliche Notizen. Damit ich auch auf diese überall und jederzeit zugreifen kann, digitalisiere ich sie mit dem Dokumenten-Scanner SnapScan S1500 von Fujitsu. Gedruckt wird zuhause auf einem HP LaserJet 1022w, der über WLAN angeschlossen ist und somit ebenfalls Kabel spart.

Unterwegs ist mein iPhone 4G alles was ich zum Überleben brauche, denn es erlaubt mir den Zugriff auf alle wichtigen Daten. Wenn ich abends gemütlich lesen oder eine Serie schauen will, ist das iPad mein Gerät der Wahl. Ich muss mich damit nicht mehr an den Schreibtisch setzen, sondern setze oder lege mich hin, wo ich entspannen will.

Zusätzlich trage ich immer ein Notizbuch von Moleskine oder Field Notes bei mir, um schnell und einfach Gedanken und Ideen aufzuschreiben. Diese beiden Notizbücher sind sehr robust und gehen selbst nach langem Tragen in der Gesäßtasche nicht kaputt. Möchte ich zu einem Problem oder Thema gezielt nachdenken, so sind Post-its das beste Brainstorming-Tool, das ich kenne.

Welche Software?

Ich wähle meine Software stets so aus, dass sie möglichst orts- und geräteunabhängig genutzt werden kann. Nur so kann ich überall und jederzeit arbeiten.

Für meine persönliche Termin- und Aufgabenverwaltung setze ich auf Apple iCal und Remember the Milk (RTM). Alle Termine aus iCal werden per MobileMe zwischen meinen Computern und meinem iPhone ausgetauscht. RTM ist als Webanwendung online sowieso immer zugreifbar und für das iPhone gibt es eine eigene App, falls gerade keine Internetverbindung besteht. E-Mails werden von Apple Mail und GMail verarbeitet. Beide zeichnen sich insbesondere durch ihre Suchfunktion aus, so dass man auf die eindimensionale Sortierung mit Hilfe von Ordnern verzichten kann.

Meine Gedanken und Ideen, Erkenntnisse und überhaupt alles, was ich festhalten will, füge ich in Evernote ein. Diese flexible Notizverwaltung synchronisiert Notizen auf alle Geräte einschließlich meines iPhones. Auch eingescannte Dokumente lege ich Evernote ab, denn die integrierte Volltextsuche erkennt auch Text in Bildern und Fotos.

Dateien synchronisiere ich zwischen meinen Rechnern mit Dropbox. Es arbeitet völlig eigenständig im Hintergrund und speichert alle Veränderungen sowie gelöschte Dateien. Auf diese Weise geht mir auch aus Versehen nie eine Datei verloren. Vom iPhone kann man ebenfalls auf die Dateien in Dropbox zugreifen, falls eine Internetverbindung besteht.

All diese Programme ermöglichen den Zugriff auf meine Daten sowohl online auch auch offline von meinen Computern und iPhone.

Backups meiner Rechner werden automatisch im Hintergrund von Crashplan erzeugt, so dass auch hier keine Interaktion notwendig ist. Es genügt, das Backupmedium anzuschließen und Crashplan erkennt es automatisch und beginnt mit der Sicherung. Zusätzlich kann man auch im lokalen Netz auf andere Rechner sichern oder sogar im Internet bei Crashplan selbst — das nutze ich jedoch nicht, da USB-Festplatten in Kombination mit Dropbox ausreichend sicher sind.

Ein ganz besonderes Programm ist Soulver. Es ist eine Art Taschenrechner gepaart mit einer Tabellenkalkulation, womit man sehr schnell Überschlagsrechnungen mit Maßeinheiten manchen kann. Es ist wirklich genial und erlaubt Ausdrücke wie „10 Gb / 60 min in MB / sec„.

Für reine Textbearbeitung ist der VIM-Clone MacVIM hervorragend geeignet; er ist schnell, verträgt riesige Dateien und kann komplett über die Tastatur bedient werden. VIMs Textbearbeitungsmöglichkeiten sind nahezu grenzenlos und es gibt fast nichts, das man nicht damit machen kann.

Die Webseiten von Überallbüro.de werden mit Hilfe von WordPress erstellt. Es ist eine freie, leicht zu nutzende und sehr weit verbreitete Blog-Software. Neue Artikel schreibe ich meist in Evernote vor, jedoch hilft mir OmmWriter, wenn ich nicht den richtigen Fokus finden kann.

Mein Traum-Setup

Seit meinem Umstieg von PCs auf Macs hat sich die Qualität meiner Arbeitsumgebung dramatisch verbessert. Sie funktionieren so gut wie immer und lassen mich in Ruhe arbeiten. Insbesondere die Notebooks sind zurzeit unschlagbar. Eine deutliche Änderung meiner Arbeitsweise hat das iPad gebracht, dass jedoch nicht für alle Arbeiten geeignet ist. Insbesondere die Entwicklung von der indirekten (Maus) zur direkten (Touchdisplay) Eingabe ist ein großer Schritt.

Der Weg von komplexen Betriebssystemen und Programmen hin zu schlanken Apps, die nur eine Sache machen, diese aber richtig gut wünsche ich mir allgemein für jede Software. Dabei sollte viel mehr Wert auf Bedienbarkeit, Stabilität und Reaktionsgeschwindigkeit gelegt werden als auf zusätzliche Funktionen.

Mein Traum-Setup wäre also ein mobiler Rechner mit sehr langer, iPad ähnlicher Akkuleistung bei gleichzeitiger hoher Rechenkraft. Die Eingabemöglichkeit müsste eine Art Touchdisplay sein, das ähnlich schnelles Schreiben wie eine Tastatur ermöglicht. Alle meine Aufgaben würden durch kleine, flinke Apps erledigt werden.

Obwohl heute schon viele meiner Daten in der Cloud gespeichert werden, wäre in meinem Traum-Setup die Netzwerkbandbreite und die Speicherkapazität unbegrenzt, so dass alle meine Daten jederzeit und überall abgerufen werden können; also beispielsweise auch Musik und nicht nur Dokumente.

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