Home » Arbeiten, Werkzeuge

Palstek, oder wie viele Gadgets braucht man

10 August 2009

Wer schon einmal gesegelt ist weiß, wie komplex und schwierig dieser Sport ist. Ob auf einem See oder im Meer, ob Jolle oder Dreimaster, man braucht sehr viel Erfahrung, um sicher mit einem Boot zu fahren. Deshalb schaue ich gerne alten Skippern zu und lerne von ihnen so viel ich kann.

Palstek_klein

Während einer Flaute letzte Woche in der Nordsee fragte ich einen sehr erfahrenen Kapitän nach neuen Knoten — das Schweizermesser der Seefahrt. Er zeigte mir die Acht, den Mastwurf, den König der Knoten sowie ein paar andere. Leider kannte ich sie schon alle und war enttäuscht. Warum kennt er nicht mehr? Es gibt hunderte verschiedener Knoten und er kennt nur eine Handvoll? Er brummte nur auf Seebärenart, mehr brauche er nicht, dafür könne er sie in jeder Lage knüpfen. Punkt. Und Recht hatte er! 5 Tage auf See und man braucht wirklich keinen anderen Knoten.

Weniger ist mehr

Diese Erkenntnis lässt sich auch auf die tägliche Arbeit am Computer übertragen. Es gibt 100, 1000, unendlich viele Gadgets und jeden Tag kommen neue dazu. Doch hilft es wirklich, wenn man stets die neusten Helferlein installiert, einmal ausprobiert und wieder vergisst? Nein.

Es ist viel sinnvoller, wenige Programme zu nutzen, die mächtig wie der Palstek sind, die man gut kennt und deshalb helfen, die tägliche Arbeit effizient zu erledigen. Ich verschwende keine Zeit damit, ständig neue Tools zu installieren, sondern beschränke mich auf wenige, besonders gute Gadgets. Es sind sehr flexible und mächtige, dabei aber leicht zu bedienende Gadgets. Die wichtigsten zur Zeit sind:

  1. Analoges Notizbuch und Stift
  2. Evernote
  3. Dropbox
  4. Remember the Milk

Natürlich braucht man hin und wieder einen Spezialknoten oder ein Spezialgadget, aber dann schlägt man in einem Buch nach bzw. googlet nach dem passenden Gadget — oder man folgt dem Tweet von eiGadget.

Dennoch, weniger ist mehr. Lernt Eure Gadgets schnell zu bedienen und passt sie Euren Bedürfnissen an.

Und Du? Wie steht es um Deine Tools und Helferlein? Viele kleine oder wenige mächtige? Was hältst Du von „weniger ist mehr“? Lass die anderen Leser teilhaben und schreib einen Kommentar!

Verwandte Artikel:

  1. Ideen sind überall, oder auf Hemingways Spuren
  2. Evernote, oder der tragbare Überallelefant
  3. Dropbox, oder das Überallregal
Diesen Artikel drucken
Diesen Artikel in Evernote speichern