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Crashplan, oder wenn es doch mal brennt

14 Mai 2009 2 Kommentare

Letzte Woche brannte es bei uns. Es ist nichts Schlimmes passiert, der Brand blieb im betroffenen Büro, jedoch zog der entstandene Rauch in alle anderen Büros, sodass zum Gesundheitsschutz sämtliche Büros unserer Abteilung nicht betreten werden dürfen.

Informatiker predigen und dozieren, man solle Backups seiner Daten machen, sie an einem sicheren Ort langen, kichern dann und ignorieren ihre eigenen Ratschläge. So war auch unter meinen Kollegen der Ärger groß, denn wichtige Daten sind nur auf den Arbeitsplatz-PCs gespeichert. Es fehlte meine Kollegen ganz offensichtlich an einem Plan für einen solchen Crash.

Crashplan LogoCrashplan ist eine Backup-Software die verteilte, d.h. an mehreren Stellen gelagerte, tägliche Backups automatisch erstellt. Backups können bei Freunden (anderen Crashplan-Nutzern), weiteren eigenen Rechnern, lokalen Verzeichnissen (USB-Platten) und online bei Crashplan abgelegt werden. Die einzelnen Backups werden inkrementell und versioniert angelegt. Dies bedeutet, dass nur Änderungen übertragen werden, diese aber einzeln wiederherstellbar sind. Auf diese Weise kann man auf unterschiedliche Versionen eines Dokuments zurückgreifen. Die Backups werden auf Wunsch verschlüsselt übertragen und gespeichert.

Die Besonderheit von Crashplan ist seine einfache Handhabbarkeit, die beispiellos für Backup-Programme ist. Jeder, der professionelle Software zur Datensicherung einsetzt, kennt die Dissertationen und Bücherserien, die man lesen und verstehen muss, bevor man überhaupt weiß, wie man die Programme startet. Crashplan ist für jeden Nutzer direkt und einfach einsetzbar. Es erkennt, wenn ein Backup-Ziel erreichbar ist, egal ob ein ferner PC oder eine UBS-Platte, und beginnt mit der Sicherung.

Durch die kostenlose Verbindung aller Crashplan-Instanzen mit dem Online-Dienst von Crashplan, erhält man per E-Mail Warnungen, falls Geräte längere Zeit nicht erfolgreich gesichert werden konnten.

Crashplan ist einfach zu bedienen, sehr effizient, bietet hohen Daten- und Informationsschutz und ist die beste Backup-Lösung für, die ich bisher kennengerlent habe. In der kostenpflichtigen Variante „Crashplan+“ werden Backups kontinuierlich bei Veränderung von Daten erstellt, sodass jede Änderung an den eigenen Dokumenten rückgängig gemacht werden kann. Zusätzlich gibt es noch „Business“-Versionen für Unternehmen mit deutlich erweiterten Funktionsumfang und Preis.

Crashplan gibt es für Windows, Mac OS X, Linux und man kann Backups zwischen allen Betriebssystemen austauschen.

Preis: kostenlose private Nutzung, 1-10 Computer, online Speicherplatz ab $49,80 für 50 GB / Crashplan+ $59.99

Link: http://www.crashplan.com/consumer/index.html

Ähnliches: Twins (Mac OS X), Syncplicity (Windows und Mac OS X)

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2 Kommentare »

  • Alex kommentierte:

    Vielen Dank für die schöne Zusammenfassung. Ich habe mich jetzt einmal selbst damit beschäftigt, da mir das Thema schon immer unter den Nägeln brannte. Ich muss sagen: sehr schön bislang!
    Fast genau das, was ich mir für ein Backup-Programm vorgestellt habe (und das auch noch für alle wichtigen Betriebssyteme), insbesondere wenn man den Linux-Client irgendwo auf einem Server laufen hat und parallel dazu manchmal seine USB-Festplatte anschließt.
    Einziges Manko ist m.E. nach, dass man pro Sicherungsort nicht angeben kann, was man gesichert haben möchte (oder ich habe noch nicht herausgefunden wie). So würde ich mir vorstellen: Eigene, sehr wichtige Daten überall hin (USB+Server+X) und das gesamte System mit Programmen, OS, Bildern, Videos, … auf eine oder mehrere USB-Platten. Dafür nutze ich z.Z. noch parallel Time Machine bzw. analoge Windows-Programme.
    Weiteres Problem: Aufgrund der entsprechenden Architekturentscheidungen, kann unter Windows (im Ggs. zu Linux/OSX) nicht einfach selbst gemountete SMB-Shares als Backup-Verzeichnis genutzt werden. Siehe auch http://judd-wilkinson.blogspot.com/2008/05/crashplan-and-mapped-network-drives-as.html

  • Crashplan: Backup für Nerds - apfelquak kommentierte:

    […] und es läuft auch unter Windows und Linux. Mehr Details zu Crashplan findet Ihr unter “Crashplan, oder wenn es doch mal brennt” und […]